Deichschaf

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MY PROGRESS

I'm walking 150 kms this month to leave MS behind

MY PROGRESS

190 KMS

My target

150 KMS

10.05. Durchs Moor

Heute morgen hab ich Zimtschnecken gebacken und mit meiner Mutter zum Muttertag telefoniert.
Am Nachmittag bin ich mit Alex verabredet. Heute morgen waren wir beide etwas durch und nicht so richtig in der Lage uns gegenseitig zu verstehen, also fahre ich mit dem Auto.

Wir wollen heute Kartoffeln in Töpfen setzen und brauchen dafür noch Dünger. Also geht es erstmal ins Moor, denn auf meiner Runde gestern habe ich einige Pferdeäpfel gesehen und laut meinem Papa ist das der beste Dünger.
Das Wetter ist heute wieder sonnig und so landet meine Jacke bald wieder im Rucksack. Gerade weiß ich einfach nie, wie ich mich anziehen soll. Was ohne Wind in der Sonne optimal ist, ist sobald der Wind auffrischt zu kalt...
Wir verstauen ein paar Stoffwechselendprodukte unbekannter Pferde gut in einem Plastikbeutel und laufen weiter. Heute nur eine kleine Runde von etwa sechs Kilometern, bevor wir wieder bei Alex zu Hause ankommen.

Hier werden auf dem Balkon ein paar gut gekeimte Kartoffeln in die Pötte gebracht. Mal sehen, wie im Herbst die Ernte ausfällt...

6.5. Durch die Kreistann

Heute muss ich erst am frühen Nachmittag arbeiten, also bleibt vormittags Zeit für eine Runde durch den Wald. Bis ich mich motiviert habe, ist kurz nach zehn. Das Wetter ist so, dass ich nicht weiß, was ich anziehen soll. Die Wolken sehen aus, als könnte es regnen, also kommt die Jacke mit. 
Ich stöpsel mir wieder ein Hörbuch aufs Ohr, dann mache ich mich auf den Weg. 
Ich freue mich immer noch, dass endlich Frühling ist. Die Rabatten und Verkehrsinseln sind hübsch bepflanzt und blühen. 
Am Wasserturm vorbei mache ich mich auf den Weg in Richtung Wald. Wieder einmal wird mir bewusst, dass ich im am wenigsten bewaldeten Bundesland im Landkreis mit dem wenigsten Wald wohne. Kaum stehen hier drei Bäume nebeneinander schimpft der Norddeutsche es Wald... 
Die Kreistann sind auch so ein Wald. Die Wege hindurch sind lang, gerade und rechtwinklig zueinander angelegt. Aber wenn es keinen anderen gibt, ist er schon in Ordnung. 
Auch hier ist der Frühling merkbar. Die Buchen werden grün und auch an den Nadelbäumen zeigt sich ein leuchtendes Maigrün. 
Heute ist im Wald mehr los als erwartet. Eine Kindergartengruppe baut Hütten, Leute gehen mit ihren Hunden spazieren, einige Sportler joggen oder walken. 
Ich suche mir meinen eigenen Weg und bin bald wieder aus dem Wald heraus. 
Ich folge dem Jakobsweg zurück in die Stadt. Hier gehe ich noch am vielleicht größten Marktplatz Deutschlands vorbei und dann wieder nach Hause.
Schrittzähler und Komoot sind sich am Ende nicht einig. Komoot meint, es sein 9,7km gewesen, während der Schrittzähler bei knapp 8 auskommt. 
Glücklicherweise kommen noch ein paar tausend dienstliche Schritte dazu, sodass heute abend auch der (nicht immer zuverlässige) Schrittzähler von über zehn Kilometern ausgeht.

4.5. Abendspaziergang am Deich

Dank Psychotherapie und Rehaantrag war heute Vormittag keine Zeit für eine Runde um den Block. Ersteres hat aber auf jeden Fall Priorität, also komme ich heute erst nach der Arbeit dazu mich zu bewegen. Laut Schrittzähler kommt bei der Arbeit etwa ein Kilometer zusammen, den nehme ich gern mit.

Mit dem Auto fahre ich zum Meldorfer Hafen. Hier gibt es einen kostenlosen Parkplatz, Schafe und meistens eine Menge Vögel zu beobachten. Außerdem kann man hier manchmal einen wunderschönen Sonnenuntergang sehen. Die Strecke ist eher langweilig zu laufen, immer geradeaus mit einem sehr weiten Blick, aber manchmal ist Langeweile auch ganz schön.
Nebenbei telefoniere ich mit meiner Freundin Silke und wir tauschen uns über den jeweiligen Start in die neue Woche aus.
Schafe sehe ich heute auf dem Deichabschnitt nur wenige, dafür aber mehrere Gänse mit Gösseln. Immer wieder niedlich.
Nach etwa einer Stunde und fünf Kilometern bin ich wieder am Auto und fahre zurück nach Hause. 

3.5. Durchs Moor nach Hemmingstedt

Heute morgen ist es bewölkt und es muss ein paar Tropfen geregnet haben. Ich freue mich, dass ich immer noch fit bin und mache mich auf den Weg. Wohin genau weiß ich noch nicht. Im Rucksack kommen Wasser, Nüsse und ein Apfel mit. Frühstücken kann ich auch noch, wenn ich wieder komme.
Weil es heute morgen bewölkt ist, und ich auch nur eine kleine Runde raus möchte, verzichte ich auf die Sonnencreme (immer eine blöde Idee, aber diese Erkenntnis kommt meistens zu spät).

Ich starte meine Standard 6km Runde ins Rüsdorfer Moor, aber der morgen ist schön, ich bin allein unterwegs und so beschließe ich, doch Richtung Autobahn (A23) weiter geradeaus. Weil Sonntagmorgen ist, ist von dieser auch nicht viel zu hören. Auch die Hemmingstedter Raffinerie versteckt sich im Dunst.
Dafür lassen sich neben Rindern auch einige Rehe blicken. Auf einer Wiese sehe ich nur drei Paar Ohren aus dem Gras gucken. Sobald ich ein Foto gemacht habe, steht eins der Rehe auf und ich gehe schnell weiter. Stören wollte ich nicht.
Bald darauf begegnet mir auch noch ein fotogener Storch.
Langsam kommt immer mehr die Sonne durch. Fast ist schon wieder T-Shirt-Wetter. Aber ich bin nicht eingecremt. Also bleibt die Regenjacke an.

Ich finde eine Unterführung unter der Autobahn hindurch, die ich bisher noch nie benutzt habe. Dahinter finde ich mich neben einem gigantischen Gewächshaus wieder. Hier wachsen die leckeren regionalen Tomaten. Von der Autobahn aus habe ich die Gewächshäuser schon oft gesehen, aber so nah war ich da noch nie dran. Aber der Weg lohnt sich. In den Gräben rechts und links wächst Schilf und auf den anliegenden Wiesen Binsen und Blumen.
Kurze Zeit später erreiche ich Hemmingstedt. Von hier aus geht es wieder Richtung Heide. Parallel schreibe ich mit Aussie Lady. Sie läuft auch bei May50k mit und eigentlich möchten wir ein Team bilden. Das gestaltet sich schwieriger als gedacht, aber an der Foundraising Website bin ich in den letzten Jahren schon so manches Mal verzweifelt. Aber bis Ende Mai schaffen wir das bestimmt!

In Hemmingstedt blühen die Bäume. Ich finde eine der letzten Magnolienblüten, ein paar Kirschblüten und viele blühende Apfelbäume. Wenn es jetzt keinen Frost mehr gibt, wird sicher wieder ein gutes Apfeljahr!

Leider geht es jetzt ein ganzes Stück an der Bundesstraße entlang. Mittlerweile habe ich meinen Apfel und ein paar Nüsse verputzt und mein Wasser ist auch fast leer. Ich habe Hunger und bereue ein bisschen meinen frühstücklosen Aufbruch. Aber nützt ja nichts. Bis zu Hause sind es nur noch zwei Kilometer, die schaffe ich jetzt auch noch. Ich stöpsel mir Marc-Uwe Kling mit dem neusten Kängurubuch auf die Ohren und bin kurz vor elf wieder zu Hause. 

2.5. Durchs Süderholmer Moor mit Alex

Nach dem anstrengenden Tag gestern bin ich überraschend früh und wach. Draußen scheint die Sonne und es verspricht wieder ein warmer Tag zu werden. Am liebsten möchte ich sofort wieder los, aber ein bisschen Haushalt steht noch auf dem Programm und so ist es neun, als ich Alex anschreibe und frage, ob sie Lust auf einen Spaziergang hat. Und obwohl auch sie gestern beim Brückenlauf war, schreibt sie mir sofort zurück. Damit steht für mich auch gleich die Laufrichtung fest. 
Heute möchten wir ins Süderholmer Moor, das anders als das Rüsdorfer Moor mehrere Torfteiche aufweist. 
Zunächst laufe ich an der Hauptstraße entlang und treffe Alex. Damit die Runde nicht zu lang wird, folgen wir weiter der Hauptstraße bis nach Süderholm. Hier machen wir im Schatten eines großen Ahornbaumes eine Pause. Wir haben gute Sicht auf den Süderholmer Storch. Selbst im Schatten kann man es heute gut im T-Shirts aushalten.
Bald gehen wir weiter und erreichen die von Bäumen umstandenen Torfteiche. Heute ist hier ein Naturschutzgebiet und viele verschiedene Tiere lassen sich blicken oder hören: Gänse, Enten, Singvögel, Reiher und Frösche begleiten unseren Weg. Die Bäume sind frühlingsgrün und die jungen Blätter glänzen. 
Es ist wirklich schön heute hier draußen zu sein. 
Bald erreichen wir Ostrohe und folgen dem Klaus-Groth-Wanderweg in Richtung Heide. 
Wir suchen immer mal nach einer schattigen Bank, aber es ist wie verhext. Obwohl es am Weg einige Bänke gibt, sind diese heute Vormittag von Schatten umgeben. Die ersten Bänke selbst stehen in der prallen Sonne. 
Schließlich finden wir doch einen Pausenplatz im Halbschatten. Trinken ist irgendwie auch leichter, wenn es so warm ist. Außerdem überlegen wir, dass wir dieses Jahr als Team für May50k antreten wollen. Alex möchte sich heute Nachmittag darum kümmern, wie das funktioniert. 

Nach weiteren etwa zwei Kilometern erreichen wir dann wieder Heide und schlagen uns in die Innenstadt durch. Hier trennen sich unsere Wege dann wieder. 
Es war eine schöne Runde! 

1.5. Brückenlauf

Wie in den letzten beiden Jahren auch, startete auch diesmal die Aktion wieder mit dem Meldorfer Brückenlauf, den ich wieder beruflich begleiten durfte. 
Der Beginn des Tages gestaltete sich etwas holprig. Acht erwachsene Menschen mit kognitiven Einschränkungen von meiner Arbeitsstelle nahmen auch in diesem Jahr wieder teil, drei brauchen besondere Begleitung. Leider tauchte ein Kollege morgens nicht auf. Erst vor dem Stadion ergab ein Telefonat, dass er sich für heute krank gemeldet hatte. Nach einigem Hin und Her fand sich ein Kompromiss. Um 10.20 Uhr durften wir starten. Wie in den letzten beiden Jahren auch war das Wetter sonnig und warm. Anders als im letzten Jahr wehte aber gelegentlich ein Brise. Nach einer halben Stadionrunde ging es ein Stück durch die Stadt und über die Brücke, dann hinaus in die Felder. Unterwegs merkten meine Klientin und ich, dass in diesem Jahr 700 Läuferinnen und Läufer unterwegs waren. Da ihr Rollstuhl immer ein wenig nach Links zog, war es schwierig sie auf der rechten Seite der Straße zu halten. Aber schließlich schafften wir es doch. 
Entlang der Strecke standen immer wieder Menschen, die uns anfeuerten. Manche sogar mit Trommeln. Die Stimmung war gut und schon bald ging es wieder über die Brücke, durch die Stadt und ins Stadion. Dort warteten wir auf die anderen Läufer aus unserer Gruppe. Diese trudelten innerhalb der nächsten anderthalb Stunden auch ein und wurden mit Wasser und Obst versorgt. Die Erfahrung aus dem letzten Jahr hatte mich dazu bewogen diesmal ein paar Klappstühle in einem Bollerwagen mitzunehmen. Das hat sich auf jeden Fall gelohnt. 
In diesem Jahr hat sich niemand bis zur Erschöpfung übernommen und wir gingen zurück zum Wohnhaus, wo noch gemeinsam gegrillt wurde. 
Mit 10km insgesamt ein gelungener Auftakt für meinen May50k 2026.

UNTERSTÜTZE MICH, UM DIE MS-FORSCHUNG VORANZUTREIBEN!

Ich nehme jetzt im dritten Jahr in Folge an dieser Aktion teil, um das Bewusstsein für Multiple Sklerose zu stärken. 

Im Sommer 2020 hatte ich eine Sehnerv-Entzündung, die mittlerweile als KIS diagnostiziert ist. Seitdem vertragen sich mein Immun- und mein Nervensystem ganz gut. 

MS ist eine Autoimmunkrankheit, bei der das Nervensystem angegriffen wird.  Das Durchschnittsalter der Diagnose liegt bei 30 Jahren. The May 50k trägt zur Bewusstseinsbildung bei und sammelt international Spenden für die MS Forschung. 

Wandern und Inklusion sind meine großen Leidenschaften. Bei dieser Aktion kann ich beides miteinander kombinieren. 

Thank you to my Sponsors

100

Christoph Schütz

Schön, dass Du wieder engagiert dabei bist! Herzliche Grüße, Christoph

53.42

Pepe59

Großartige Aktion finde ich. Wünsche dir viel Erfolg.

26.98

Aina Sell

Super, Corina!

11.24

Roswitha Reimertshofer

Von Aussie Lady viel Erfolg